ZENNER Unternehmensgeschichte

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Bilder aus der Firmenhistorie von ZENNER

1903 - Die Geburtsstunde der Firma ZENNER

1903 legte Karl Adolf Zenner sen. mit der Gründung einer Vertriebsfirma für Wasserzähler den Grundstein für das heutige Unternehmen ZENNER International. Fließendes Wasser war damals für viele Menschen noch ein Luxusgut und die meisten Haushalte bezogen ihr Trinkwasser aus öffentlichen Brunnen. Um die flächendeckende Wasserversorgung zu gewährleisten, mussten Gebühren erhoben werden, die, über eine individuelle Verbrauchsermittlung und
-abrechnung erhoben, die finanzielle Basis bilden sollten.

1924 - Der erste eigene Wasserzähler läuft vom Band

Ab 1924 beginnt die Karl Adolf Zenner Wassermesserfabrik mit der Produktion eigener Wasserzähler. Zu den Käufern der ersten Stunde gehört die saarländische Gemeinde Schaffhausen, deren Bürgermeister einige Jahre später an Karl Adolf Zenner schreibt: "Die Gemeinden der Bürgermeisterei haben seit 1924 ihren Bedarf an Wassermessern (ca. 1000 Stück) von Ihnen bezogen und sind mit denselben sehr zufrieden. Ganz besonders hervorzuheben ist die kräftige. präzise Ausführung und die dauerhafte Messgenauigkeit."


1930 - ZENNER auf Wachstumskurs
Die seit 1924 produzierten Wasserzähler aus dem Hause ZENNER setzen sich aufgrund ihrer hohen Qualität und ihrer soliden Verarbeitung schnell auf dem Markt durch. Auch die Gemeinde Bous bezieht 1930 ihre Wasserzähler von ZENNER. Der Gemeindebaumeister schreibt am 29.12.1930: "Der Einbau von Wassermessern System ZENNER kann wegen der mit ihnen gemachten guten Erfahrungen [...] bezüglich Messgenauigkeit und Anlaufverhalten [...] nur empfohlen werden." Die Gemeinde Bous ist auch heute - über 80 Jahre später - noch ein zufriedener ZENNER-Kunde.

1946 - Eine Innovation namens Kunststoff
Kurz nach dem 2. Weltkrieg - die Geschäftsleistung des Unternehmens hat inzwischen der Sohn des Firmengründers, Karl Adolf ZENNER jun. übernommen - sind viele Rohstoffe knapp. ZENNER hat zudem viele seiner wichtigsten Zulieferer in Deutschland verloren. Kunststoff scheint eine geeignete Lösung zu sein, die zudem mit Qualitäts- und Kostenvorteilen verbunden wäre. Bei ZENNER wird folglich die Idee geboren, künftig bei der Herstellung der Wasserzähler auf Kunststoff zurückzugreifen. Obwohl die Kunden den neuen Kunststoffprodukten zunächst kritisch gegenüberstehen, setzen sich die neuen Zähler durch. Auch die Mitbewerber beginnen in den Folgejahren ZENNER nachzueifern.

1987 - ZENNER wird international
Ab 1987 beginnt auf Initiative von Dr. Peter Zenner, der seit 1980 die Geschäftsführung übernommen hat, die Internationalisierung des Unternehmens. Die ersten Tochtergesellschaften entstehen in Frankreich und Italien und sind heute unter dem Namen Compteurs Zenner in Limoges, bzw. unter dem Namen ZENNER srl Società Unipersonale in der Nähe von Bologna ansässig.

1990 - Deutsche Wiedervereinigung und Expansion
Die Deutsche Wiedervereinigung mit dem Wegfall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch des Ostblockes eröffnet vielen Firmen neue Märkte. Wer zu dieser Zeit über den nötigen Pioniergeist verfügt, dem bieten sich enorme Möglichkeiten. Auch ZENNER nutzt die Gunst der Stunde und expandiert in Richtung Osten. In den folgenden Jahren werden Tochterfirmen in Ungarn, der Slowakei und Polen gegründet. Spanien ist ab 1992 der westlichste Punkt auf der ZENNER Weltkarte, zu der im gleichen Jahr auch Vietnam hinzukommt.

1995 - Neue Produktsparte Wärmezähler
Ab 1995 erweitert ZENNER sein Produktportfolio. 71 Jahre nachdem der erste selbst produzierte Wasserzähler das Werk verlassen hat, folgt ihm der erste Wärmezähler. Sein Name: multidata S1. In den folgenden Jahren wird die Wärmezählerproduktion zu einer erfolgreichen neuen Sparte im Unternehmen.

1995 - ZENNER im Reich der Mitte
Im chinesischen Fuzhou eröffnet ZENNER 1995 seine erste Niederlassung in China. Die politische Öffnung des Landes und die so genannte "sanfte" Einführung der Marktwirtschaft öffnen den chinesischen Markt mit über 1 Milliarde Menschen zunehmend für westliche Industriegüter. ZENNER kann sich hier in den ersten Jahren auf Anhieb erfolgreich positionieren und eröffnet in den Folgejahren weitere Niederlassungen in Peking und Shanghai.

2005 - Der Zusammenschluss von ZENNER und Minol
Aus dem Zusammenschluss der ZENNER-Gruppe und der Minol-Gruppe aus Leinfelden-Echterdingen entsteht ein Firmenverbund, der als einer von wenigen weltweit den gesamten Bereich der Messtechnik und Messdienstleistungen aus einer Hand anbietet - von der Herstellung der Messgeräte über die Ablesung der Verbrauchsdaten bis hin zur Erstellung der Verbrauchsabrechnung. Weltweit zählt die Minol-ZENNER-Gruppe über 2000 Mitarbeiter. Ab 2007 übernimmt ZENNER weltweit die Vertriebsorganisation für beide Unternehmen und liefert ab 2008 den Gesamtbedarf an Messgeräten für Minol.

2009 - Innovation: Wärmezählerrechenwerk multidata WR3
Mit dem multidata Rechenwerk stellt ZENNER 2009 eines seiner innovativsten Produkte vor, denn multidata ist multifunktionell. Mit Anschlussmöglichkeiten für M-Bus, ZR-Bus oder RS232 ist es optimal für die Fernauslesung gerüstet. Sein Gehäuse lässt sich zudem ohne Werkzeug öffnen. Dass sich Innovation auszahlt, lässt sich belegen: 2010 verkauft ZENNER weltweit bereits über 90.000 Wärmezähler.

2011 - Auf Wachstumskurs in Südamerika
Auf den Spuren von Kolumbus wandelt ZENNER International 2011. Bereits in den Vorjahren wurde die Basis gelegt, um verstärkt in den süd- nord- und lateinamerikanischen Markt einzusteigen. Nachdem in Brasilien bereits seit über 10 Jahren eine ZENNER-Niederlassung besteht, verschwinden 2011 sukzessive die weißen Flecken von der südamerikanischen Landkarte. In Kolumbien, Paraguay, Bolivien und anderen Ländern vertreibt ZENNER erfolgreich innovative Produkte, die speziell auf "tropische" Anforderungen zugeschnitten sind.