Pressemitteilung

ZENNER und Hessware präsentieren auf der ZMP erstes LoRaWAN-fähiges CLS-Gateway

Durch die Integration des CLS-Software-Stacks von Hessware in die LoRa-Gateway-Box von ZENNER steht dem Energiemarkt das erste LoRaWAN-fähige CLS-Gateway zur Verfügung. Damit ist es möglich, Mehrwertdienste über die Gateways intelligenter Messsysteme abzuwickeln, etwa bei der Verbrauchsmessung von Wasser und Wärme. Alle involvierten Parteien profitieren davon.

Saarbrücken/Mannheim, Mai 2017 - ZENNER bedient sich beim Einsammeln von Messwerten aus Wasser-, Wärme- und Kältezählern der LoRaWAN-Funktechnologie. LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Die Technologie zeichnet sich bei sehr geringem Energieverbrauch durch hohe Reichweiten und sehr gute Gebäudedurchdringung aus. Sie eignet sich also ideal für das Fernauslesen von batteriebetriebenen Wasser- und Wärmezählern sowie für eine Vielzahl anderer In- und Outdoor-Anwendungen aus der Versorgungs- und Kommunalwirtschaft.

Über HAN/CLS-Schnittstelle mit dem Smart Meter Gateway kommunizieren

Im LoRaWAN-Indoor-Gateway von ZENNER werden Mess-, Zustands- und Bewegungsdaten eingesammelt. Indem dieses Gerät durch Einbindung des CLS1) -Software-Stacks von Hessware zur integrierten CLS-Box ertüchtigt wird, kann es über eine HAN/CLS-Schnittstelle mit dem Smart Meter Gateway (SMGW) kommunizieren. Über die WAN-Schnittstelle des SMGW und die gesicherte Datenverbindung werden die Messdaten an weitere (dritte) Externe Marktteilnehmer (EMT) gesendet (siehe Grafik). Dazu gehören beispielsweise Messdienstunternehmen, welche die Daten zur Erstellung von Verbrauchsabrechnungen oder für andere Dienstleistungen nutzen.

„Die LoRa-CLS-Lösung macht das Smart Meter Gateway zum Smart Building Gateway“

„Durch den CLS-Kanal entsteht für Stadtwerke, Immobilienwirtschaft und Messdienstleister erstmals die technische Möglichkeit, Mehrwertanwendungen für Endverbraucher zu realisieren – unter Nutzung der bestehenden SMGW-Infrastruktur des Messstellenbetreibers für die sichere Datenfernübertragung“, betont Sascha Schlosser, Geschäftsführer der ZENNER International GmbH & Co. KG. „Der Messstellenbetreiber hat ein ureigenes Interesse, dies zuzulassen und aktiv umzusetzen, da er für die Nutzung der WAN-Kommunikationsstrecke vom jeweiligen EMT ein zusätzliches Entgelt erhält. Dieses kann er außerhalb der vom Gesetzgeber vorgegebenen Preisobergrenzen für den Rollout und Betrieb intelligenter Messsysteme einstreichen, was seinen Business Case als grundzuständiger Messstellenbetreiber optimiert. Der Messdienstleister für Wasser und Wärme andererseits steigert u.a. durch die Automatisierung der Ablesung die Effizienz seiner Geschäftsprozesse und nutzt die sichere Datenverbindung des BSI-zertifizierten Smart Meter-Gateways. Außerdem wird durch diese LoRa-CLS-Lösung auch die Möglichkeit geschaffen, zukünftig weitere LoRa-Sensoren und -Aktoren über das Smart Meter-Gateway zu betreiben. Unsere Lösung macht das Smart Meter Gateway zu einem Smart Building Gateway.“

Hessware kümmert sich als zertifizierter Dienstleister um alle Sicherheitsfragen

Damit die Nutzer des CLS-Kanals passiver EMT bleiben können und sich nicht der ISO 27001-Zertifizierung unterwerfen müssen, übernimmt Hessware die Rolle als verbindendes Element zwischen SMGW und den IT-Systemen des dritten EMT. „Wir kümmern uns als zertifizierter Dienstleister um alle Sicherheitsfragen, nehmen die Daten aus dem CLS-Modul entgegen und liefern sie aufbereitet an Dritte weiter, die sich damit nur als passiver EMT registrieren lassen müssen“, erläutert Hessware-Geschäftsführer Sebastian Heß. „Dadurch werden auch kleine Unternehmen in die Lage versetzt, neue Mehrwertdienstleistungen unkompliziert umzusetzen. Ein On-Premises-Betrieb ist natürlich auch möglich.“

Erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt wird das CLS-Gateway von ZENNER auf dem Fachkongress ZMP – Zählen Messen Prüfen vom 9.bis 11. Mai 2017 in Leipzig auf dem Messestand der Hessware GmbH (Stand 62).

1) Controllable Local System


((Bildtext))
Grundsätzlicher System- und Prozessaufbau für CLS-Mehrwertdienstleistungen durch dritte EMT.

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