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IoT-Praxiswerkstatt: COVID19-Prävention mit der CO2-Ampel

COVID19-Prävention mit der CO2-Ampel

Die Pandemie hat in diesem Herbst/Winter das öffentliche Leben fest im Griff. Abstand, Hygiene und Alltagsmaske haben wir verinnerlicht. Nun hat die Bundesregierung die Empfehlungen erweitert um die Corona-Warn-App und das Lüften. Überall da, wo viele Menschen zusammentreffen, sollte intensiv, regelmäßig und fachgerecht gelüftet werden.

Was im Sommer noch recht einfach durch ständig geöffnete Fenster bei warmen Temperaturen möglich war, wird nun in der kalten Jahreshälfte zunehmend schwieriger. Insbesondere in Büroräumen und Klassenzimmern ist der Grat zwischen ausgekühlten Räumen und zu hoher Aerosolbelastung ein Balanceakt. Aber es gibt gute Lösungen auf IoT-Basis, die insbesondere Schulen nutzen können, um die Luftqualität in Ihren Räumen zu überwachen.

Eine reduzierte Aerosolbelastung in der Luft gilt als gutes Indiz für ein verringertes Infektionsrisiko. ZENNER setzt auf eine Kombination aus Hard- und Software und eine Übertragung mittels LoRaWAN, um eine schnelle und zuverlässige Alarmierung bei erhöhter CO2-Konzentration in Innenräumen zu ermöglichen.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Strausberg und den Stadtwerken Steinburg haben wir im Sommer 2020 die CO2 Ampel entwickelt. Beide Versorger haben bereits mehrere Anwendungsfälle in den Bereichen Smart City und Smart Building gemeinsam mit ZENNER erfolgreich umgesetzt. Das System ist genauso einfach in der Umsetzung wie effektiv in der Nutzung. Die Daten werden über den Sensor erfasst, in der IoT-Plattform aggregiert, von einem Dashboard interpretiert und anschließend korreliert. Alles, was Sie dafür benötigen, sind eine intelligente Plattform und einen zuverlässigen Sensor.

Der Sensor der Firma Elsys (Informationen zum Sensor im ZENNER Shop) misst in flexibel konfigurierbaren Intervallen den CO2-Gehalt der Raumluft und sendet diesen per LoRaWAN an die IoT-Plattform ELEMENT IoT, wo die Informationen in Echtzeit ausgewertet und visualisiert werden – in diesem Fall als Ampelanzeige und Messwert. So kann beispielsweise der Hausmeister einer Schule, aber auch jeder Lehrer auf dem Smartphone oder Tablet sofort sehen, in welcher Klasse die Fenster geöffnet werden müssen – oder eben auch geschlossen werden können.

Elsys Raumsensor

Sobald ein vorher festgelegter Grenzwert überschritten wird, warnt die Plattforum den Nutzer. Dies kann über ein grafisches Dashboard, aber auch über separate Hardware wie Anzeigegeräte, Leuchtmittel oder auf Digital Signage Bildschirmen erfolgen. Aber auch Alarmierungen per SMS, E-Mail oder Push-Benachrichtigung sind möglich. Beim Beispiel Klassenzimmer können in ELEMENT IoT sogar mehrere Räume dargestellt werden, so dass beispielweise im Sekretariat ein Überblick über die gesamte Schule ermöglicht wird. Da die Anzeigen direkt über die Plattform mit dem Sensor verbunden sind, werden Statusänderungen unmittelbar übertragen. Auch eine Verlaufskontrolle und Analyse der Daten ist möglich, um ein Lüftungskonzept über die ad-hoc generierten Warnungen hinaus zu entwickeln.

 

Dashboard Co2 Ampel in der ELEMENT-Plattform

 

Da die batteriebetriebenen Sensoren klein, leicht und einfach zu montieren sind, kann im Grunde jeder Raum damit ausgestattet werden. Gerade vor dem aktuellen Hintergrund der Coronaprävention sind solche schnellen und effizienten Lösungen natürlich sehr wichtig und werden dementsprechend stark nachgefragt. ZENNER hat daher die CO2-Ampel nach erfolgreicher Testphase in Steinburg und Strausberg in das reguläre Portfolio aufgenommen.

Von der CO2-Ampel zum Smart Building ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. Sobald die LoRaWAN-Infrastruktur steht, lassen sich über ELEMENT IoT zahlreiche Anwendungsfälle umsetzen, die den Komfort und die Sicherheit für die Nutzer der Räume erhöhen und gleichzeitig das Facility-Management entlasten. Das beginnt schon damit, dass die Elsys-Sensoren neben CO2 auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie Bewegungen und Helligkeit messen können. Zusammen mit Rauchwarnmeldern, Sensoren für Türen und Fenster, die unerlaubtes Öffnen melden oder Leckagesensoren entsteht das digitale Abbild des Klassenzimmers oder gar der ganzen Schule. Die Umsetzung solcher Anwendungen ist heute kein Problem mehr und lohnt sich in jedem Fall. Und gerade jetzt in diesen Zeiten senken die Förderungen von Bund und Ländern die Einstiegshürden für die Digitalisierung. So wird aus der CO2-Ampel von heute vielleicht schon bald das Smart Building von morgen.

Melanie Richter

Autorin: Melanie Richter, Projektmanagerin IoT bei ZENNER International

E-Mail: projektmanagement@zenner.com

 

DIE IOT-PRAXISWERKSTATT:

Beim Saarbrücker IoT-Spezialisten ZENNER beschäftigt sich ein ganzes Team von Entwicklern und Projektmanagern mit einer Vielzahl neuer Innovationen. Die beiden Teams Projekt- und Produktmanagement bilden zusammen die IoT-Praxiswerkstatt. Sie entwickeln im Zusammenspiel miteinander und mit Kunden und Partnern neue IoT-Anwendungen - von der Idee über die Entwicklungs- und Testphase bis zur Marktreife. Die Hamburger ZENNER IoT-Solutions GmbH sorgt mit viel Know-how und Kreativität für eine technische Umsetzung auf der Software- und Plattformebene. Mit ELEMENT IoT betreibt die ZENNER IoT-Solutions eine Plattform, auf der aus digitalen Daten smarte Lösungen werden.

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