Saarland: ZENNER führt LoRaWAN-Reichweitentest im Fly-by-Verfahren durch

Mit der wachsenden Bedeutung von LoRaWAN im Zuge der Digitalisierungswelle steigt auch die Netzabdeckung. Einen ungewöhnlichen Test unternahmen letztes Wochenende zwei LoRa- begeisterte Flieger des ZENNER Teams. Sie hoben ab und führten einen LoRaWAN-Reichweitentest in luftiger Höhe durch.

Axel Göritz ist bereits seit vielen Jahren als Exportmanager bei ZENNER International tätig. In seiner Freizeit geht der begeisterte Hobbypilot gerne in die Luft. Begleitet wird er des Öfteren von Zoltan Horvath, der bei ZENNER als Projektmanager IoT tätig ist. Von ihm stammte auch die Idee, einen gemeinsamen Rundflug über das Saarland mit einem LoRaWAN-Reichweitentest zu verbinden.

„Normalerweise werden solche Netztests punktuell durchgeführt, beispielsweise zu Fuß oder vom fahrenden Auto aus.“ Berichtet Zoltan Horvath und ergänzt: „Uns interessierte in diesem Fall, wie groß die Empfangsreichweite unseres in der Firmenzentrale in Saarbrücken installierten LoRaWAN-Gateway unter Idealbedingung ist.

Mit einem Sportflugzeug machten sich unsere beiden ZENNER-Kollegen auf den Weg. Die Route führte von Saarlouis an Saar und Mosel entlang nach Trier, von dort durch das nördliche Saarland bis nach Saarbrücken zur Firmenzentrale und wieder zurück nach Saarlouis.

Während des Fluges wurden mit einem so genannten Netztestgerät aus einer durchschnittlichen Flughöhe von 1.100 Metern in regelmäßigen Abständen LoRaWAN-Signale abgesetzt um die Empfangsreichweite des LoRaWAN-Zielgateway in der ZENNER Firmenzentrale zu testen.

„Das Ergebnis war im positivsten Sinne überraschend!“ berichtet Axel Göritz. „Auf weiten Teilen der Flugroute in der Region Saarbrücken war – bis auf einige Ausnahmen – stets das LoRaWAN-Zielgateway zu erreichen.“ Insbesondere konnten wir auf dem Rückflug nach Saarlouis das Gateway letztmalig aus einer Entfernung von 25,6 Kilometern erreichen. Dies entspricht in etwa der doppelten Entfernung, die von der LoRa-Alliance für den Einsatz im freien Feld auf dem Boden unter Idealbedingungen mit ca. 10 bis 15 Kilometern angegeben wird.

Das ungewöhnliche Experiment zeigt – wenn auch unter bestmöglichen Bedingungen - wie leistungsfähig die LoRaWAN-Technologie in der funkbasierten Datenübertragung ist. Gerade LoRaWAN etabliert sich zunehmend als Standard-Technologie für Anwendungen im Internet der Dinge. Dazu gehören beispielsweise die Zählerfernauslesung, die industrielle machine-to-machine-Kommunikation und zahlreiche Smart City Anwendungen.